Gut besuchter Baumschneidkurs 2018

Zu unserem Baumschneidekurs kamen 27 interessierte Frauen und Männer aus den gesamten Berchtesgadener und Traunsteiner Landkreis. U. a. aus Bad Reichenhall, Bayrisch Gmain, Piding, Freilassing, Pietling, sowie viele Teilnehmer aus den eigenen Reihen. Am Samstagmorgen trafen wir uns beim Wirt in Steinbrünning. Hier wurde am Vormittag der theoretische Teil des Kurses abgehalten, bevor es am Nachmittag zur praktischen Ausübung ins Freie ging. Die gut gefüllte Wirtsstube, zeigte das große Interesse, das richtige Baumschneiden zu erlernen bzw. altes Wissen aufzufrischen. Unser Kreisfachberater Markus Putzhammer begrüßte alle recht herzlich und legte in seiner bayrischen Mundart munter drauf los. „Einen jungen Baum muss man erst herziagn“, so Markus. Und dass Bäume erst eine Krone kriegen, dass ein Baum reagiert, wenn er geschnitten wird. Er gab preis, wie man alte Bäume wieder „hingriegt“, doch brauche man dazu Geduld, so Markus. Dass man, wenn man einen neuen Baum pflanzen will, sich vorher den richtigen Standort überlegen soll. Auch der Boden spiele eine wichtige Rolle, so Markus Putzhammer. Denn wenn der Boden nicht optimal ist, wird der Baum nie richtig gedeihen und Folge dessen auch keine schönen Früchte tragen. Auch dass man sich im Vorfeld schon überlegen soll, wie groß der Baum werden darf. Demzufolge, muss der künftige Baum auf der auf der richtigen Unterlage veredelt sein. Markus gab uns auch gute Obstsorten preis, die bei uns hervorragend wachsen und gedeihen. Wie z. B. bei den Trauben, die Sorten „Muscat Bleu“ und „Bristaler Muskat“ sind ideal für unsere Breiten.

Er gab uns Tipps über Unterlagen und auf was man sonst so achten soll. Auch wies Markus darauf hin, dass das Pflanzloch viel größer als der Ballen des Baumes sein soll. Er gab uns gute Tipps über den ersten Schnitt und den Folgeschnitt im 2. Jahr. Unser 1. Vorsitzender, Sepp Warislohner bot den Teilnehmern verschiedene kostenlose Merkblätter zum Thema an.

Nun war der recht unterhaltsamen Theorieteil vorbei und es wurde gemeinsam zu Mittag gegessen. Nach einen gemütlichen Ratsch ging es frisch gestärkt raus in die Natur. Dort kamen dann auch die mitgebrachten Sägen und Scheren zum Einsatz. An verschieden Bäumen durften wir alle -unter Anleitung des Kreisfachberaters- den neu erlernten Baumschnitt übern. Auch erklärte er immer, warum er dies oder jenes abschneiden werde. Alles was in Richtung Stamm, nach innen wächst, wird rausgeschnitten. Jeder konnte sich versuchen und auch verschieden Sägen und Astscheren ausprobieren. Nachdem wir alle zum Anwesen der Familie König gingen um dort weiter zu agieren, gab es erst mal eine Stärkung von der Hausherrin Maria. Mit selbst gebackenen Krapfen wurden wir herzlich empfangen. Neben alten und jungen Bäumen, wurden dann auch verschiedene Beerensträucher bearbeitet. Im Nu verging die Zeit auch am Nachmittag und der umfangreiche Praxisteil war abgeschlossen und man verabschiedete sich. Und so können wir künftig unser neu erworbenes Wissen an unseren eigenen Bäumen ausprobieren.

Fotos hier in der Galerie.

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